Energieeffizienz

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Energieeffizienz - ein Thema für die Elektro- und Elektronikbranche

Ein Blick auf die Wirtschaftsseiten der Tagespresse und der einschlägigen Wirtschaftsjournale zeigt die Lage auf den Rohstoffmärkten, die Ressourcen werden immer knapper und teurer. Ein Haushalten damit ist mehr als das Gebot der Stunde.

Die EuP-Richtlinie

Die Energieeffizienz der Produkte ist damit ein wichtiger Faktor des Ökodesigns, das im Mittelpunkt der EuP-Richtlinie 2005/32/EG, siehe auch Energy using Products (EuP) , steht. Die Elektronikbranche mit den vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen spielt dabei eine wichtige Rolle mit ihren innovativen Entwicklungen. Die EuP-Richtlinie, Rahmenrichtlinie zur Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von energiebetriebenen Produkten, berücksichtigt den Gesichtspunkt Energieeffizienz besonders. 25% des gesamten Stromverbrauches werden für Elektronikgeräte im Haushalt und im Bürobereich benötigt, allein 17% des gesamten persönlichen Stromverbrauchs werden zum Beispiel durch die Beleuchtung verursacht, die zudem noch einen sehr schlechten Wirkungsgrad besitzt. Für die Umsetzung der EuP-Richtlinie wurden im Rahmen von Vorstudien und einem Workingplan für bestimmte Kategorien (Lose) sogenannte Durchführungsmaßnahmen entwickelt.

Bild:Übersicht_Studien.gif Quelle: Vortragsfolie PE International, Dr. Hermann 08.04.2008

Weltweit ist das Thema CO2-Emissionen zurzeit aus den Diskussionen nicht herauszuhalten. Eine Verminderung der Emissionen durch Nutzung von umweltfreundlichen Energien ist nicht das Problem der Gewinnung, sondern das Problem einer ausreichenden Verfügbarmachung. Damit ist die heute einzige wirksame Maßnahme das Einsparen von Energie, denn für deren Gewinnung sind wiederum Energiebedarfe notwendig. Die Nutzung von innovativen Produkten der Elektro- und Elektronikindustrie sind ein probates Mittel für den Klimaschutz. So betreffen die noch in diesem Jahr in Kraft tretende Durchführungsmaßnahmen der EuP die Reduzierung des Stromverbrauches der Straßenbeleuchtung, die Effizienzregelung von Leuchtstoffröhren und deren Vorschaltgeräte, die Steigerung des Wirkungsgrades von Netz- und Batterieladegeräten, die Regelungen und Anforderungen für Warmwasser- und Heizungsgeräten und die Effizienzregelungen von Lampen allgemein. Zusätzlich ist ein Energieverbrauchslabel zu erstellen. Protokolle und Texte der Arbeitsdokumente zu den Durchführungsmaßnahmen können unter der Rubrik Eco-design of Energy-Using Products eingesehen werden.

Aufgaben der Elektro- und Elektronikbranche

Der Energieverbrauch ist damit ein wichtiges Argument für die Vermarktung und ein wichtiges Marketingwerkzeug geworden. Die Entscheidungen über neue Produkte und Produktionseinrichtungen liegen somit in der Verantwortung eines dafür verantwortlichen Managements. Allein aus der Darstellung und der Herausarbeitung der Energieeinsparungen und damit auch der CO2 - Reduzierungen ergeben sich Marktvorteile gegenüber den Mitbewerbern. Hier liegt auch die Chance der deutschen und europäischen Elektro- und Elektronikindustrie durch Innovation und Kreativität einen Wissensvorsprung zu schaffen. Auch die Verbraucher werden zunehmend durch die Presse und Werbung für neue Produkte sensibilisiert. Nach einer BITKOM-Umfrage achten immer mehr auf Energie- und Umwelteigenschaften bei Neuanschaffungen von Hightech-Produkten, wie Computer, Monitore, Drucker und andere. Viele Industriezweige stellen bereits ihre neuesten innovativen Erzeugnisse in Bezug auf Energieeffizienz vor.

  • Die gesamte Elektro- und Elektronikbranche sieht nach einer VDE-Umfrage große Energieeffizienzpotentiale in der Produktion, in den Übertragungs- und Verteilungseinrichtungen für den Strom, aber auch zum großen Teil Haushaltsgeräten und elektrischen Antrieben.
  • Flachbildschirme werden auf Grund neuer LED-Technologie sparsamer im Stromverbrauch.
  • Beim Austausch von herkömmlichen Glühlampen gegen LED könnte der Energiebedarf deutlich gesenkt werden.
  • Die Halbleiterhersteller bringen speziell konzipierte Chips für einen geringeren Leistungsverbrauch auf den Markt.
  • Bei Monitoren wird der Standby-Modus den EuP-Vorgaben angepasst.
  • Spezielle Maschinenterminals können den Verbrauch der Maschinen und deren Auslastung zur Ermittlung von Energiebedarfe in der Produktion anzeigen.

Die Eckpunkte der Direktive (2005/32/EG) beziehen sich neben dem Umweltschutz auf die Schwerpunkte Energieeffizienz, Lebenszyklussicht ( LCA ) und den Nachweisen durch umweltfreundliche Analysen. Die gesetzlichen Vorgaben sind dazu in Arbeit. Eine ständige Verbesserung der Umweltbedingungen sollte angestrebt werden unter Anwendung von vorhandenen Rahmenwerken und Werkzeugen (IPP, Ecodesign, Emissionshandel, Umweltmanagementsysteme) Die sich daraus ergebenden Maßnahmen für die Industrie sind vielseitig, z.B. ein entsprechendes Management zu installieren, Informationen sammeln, Synergien nutzen aus den Forderungen der WEEE, RoHS, REACH und EuP und Kommunikation von Unternehmens- und Produktvorteilen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Aufklärung des Verbrauchers, um die bisherige Mentalität unserer Wegwerfgesellschaft zu ändern und die Gegebenheiten der immer knapper werdenden Ressourcen bewusst zu machen.

Weitere Hinweise

Die EBV-Elektronik befasst sich in der letzten Ausgabe des Magazins “The Quintessence“ intensiv mit vielen Beiträge dem Thema Ökodesign. Auch der FED trägt der Aktualität des Themas durch mehrere Vortragsbeiträge auf der diesjährigen Jahreskonferenz in Bamberg am 26. und 27.September Rechnung. Ferner ist im FED-Wiki ein Artikel über Energy using Products (EuP) mit vielen hilfreichen Links zu finden.

Einen weiteren Beitrag zur Umweltfreundlichkeit bietet die EBV Elektronik mit ihren Footprint Calculator auf ihrer Webseite an. Hier können Interessenten aus dem privaten Bereich ihren persönlichen Ausstoß von Teibhausgasen ermitteln.

Das Energieeffizienz und Eco-Design eng miteinander verbunden sind, ist in vielen interessanten Artikeln des Sonderheftes 4 der Elektronikpraxis zu entnehmen.

Das Energieeinsparungen auch über die gesamte Lieferkette im Supply Chain Management ( SCM ) möglich sind zeigt ein Artikel in den Elektronikpraxis News.

Welche Effizienzpotentiale und damit verbundenen Handlungsbedarfe für den Ernergieverbrauch von Rechenzentren möglich sind, und wie auch die Computerindustrie sich dem Trend anschließen muss, zeigte ein Vortrag von Herrn Dr. Fichter, Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit.

Im Newsletter der Elektronikpraxis wird auf den Termin 01.07.2008 zum in Kraft treten der Durchführungsmaßnahme des Stand-By-Betriebes von Büro- und Haushaltsgeräten hingewiesen.

Die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) nimmt immer größeren Umfang an. Lösungen zur Ernergieeffizienz tragen damit wesentlich zur Erreichung der energiepolitischen Ziele bei. Sie hierzu einen Artikel der Elektronikpraxisnews.

Auch die Bauelementehersteller tragen dem immer wichtiger werden Thema Energieeffiziens Rechnung, und bieten auf dem Markt entsprechende Bauelemente für Neuentwicklungen an. Informationen sind den Katalogen, bzw. den Webseiten der einschlägigen Distributoren zu entnehmen.

Das Bundeswirtschaftsministerium erwägt die Bezuschussung beim Kauf neuer Hausgeräte. Siehe hierzu einen Artikel aus den Elektronikpraxis-News

Wie in den Elektronikpraxisnews zu lesen, schätzt der ZVEI die Einsparung durch drehzahlgeregelte Antriebe, sowie energiesparende Beleuchtung und Kühlgeräte auf 40% des Verbrauches aller privater Haushalte.

Die Initiative für Energie-Intelligenz - ENQ, angekündigt auf der Hannovermesse 2008, des ZVEI ist jetzt aktiv. Einsparpotentiale und neue energieeffektive Technologien können auf dem Internetportal eingesehen werden. Ausführlich wird im Newsletter der Elektronikpraxis darüber berichtet und ein Link zum Portal angegeben.

EU-Parlament will Energiesparlampe in der EU zur Pflicht machen. Durch diese Maßnahmen lassen sich laut Europäischer Kommission 180 Mio. Tonnen Kohlendioxid einsparen, was mehr als die Hälfte der Kyoto-Verpflichtung der EU ausmacht. Darüber berichtet die Elektronikpraxis ausführlich in ihrem Newsletter. Inzwischen ist ein Glühlampenverbot von der EU in einer Richtlinie festgeschrieben worden. Die neue Regelung sieht einen im September 2009 beginnenden Stufenplan bis 2016 vor. Siehe hierzu Artikel in der Elektronikpraxis News.

Mikroelektronik leistet Beitrag zum Umweltschutz Ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz kann durch Einsatz der Mikroelektronik geleistet werden. Wie die Elektronikpraxis berichtet könenn bis zu 25% Prozent der Kosten für elektrische Energie eingespart werden ohne Abstriche an Nutzen oder Komfort hinnehmen zu müssen.Um diese Energieeffizienzsteigerung zu erreichen muss der Einsatz energie-intelligenter Geräte gefördert und verstärkt werden. In dem vorliegenden Artikel wird auf die ZVEI-Broschüre „Mikroelektronik macht Energie intelligent“ hingewiesen.

Auch in der Produktion lassen sich Energie und damit Kosten einsparen, wie in einem Artikel der Elektronikpraxis News berichtet wird.

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