Produktpiraterie
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Der Aktionskreis Deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM e.V.) ist seit 1997 als führender branchenübergreifender Verband im Kampf gegen die Produkt- und Markenpiraterie tätig. Wie nötig ein gemeinsames Vorgehen gegen Produktpiraterie insbesondere bezüglich China ist, zeigte sich allerdings erst in den vergangenen beiden Jahren angesichts weiter zunehmender Nachahmung und Produktkopien. Nachfolgend werden die Informationsmöglichkeiten vorgestellt, die der Verband APM kostenlos bietet.
Gegründet wurde der APM e.V. – so die gängige Abkürzung – als Gemeinschaftsinitiative vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Markenverband und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Seine Mitglieder sind neben den Initiatorenverbänden deutsche und ausländische Unternehmen, die gemeinsam gegen Produkt- und Markenpiraterie vorgehen. Aus dem Bereich der Elektrotechnik/Elektronik sind z. B. folgende Firmen Mitglied: ABB Stotz, Bosch, Siemens, Sennheiser, Moeller. Allerdings ist nicht zu verkennen, dass der Bereich E/E im Vergleich zu „volkstümlichen“ Konsumgüterherstellern wie Adidas, BMW, Volkswagen, Audi, Hella, Levi Strauss usw. verschwindend geringen Mitgliederanteil aufweist.
Der Ideenklau schreitet voran Geschätzt wird, dass bereits 5-8% der im Welthandel befindlichen Waren und Produkte vom Marken- und Produktpiraterie betroffen, also gefälscht sind, Tendenz sehr rasch steigend. Markenpiraterie ist das illegale Verwenden von Zeichen, Namen, Logos (Marken) und geschäftlichen Bezeichnungen, die von den Markenherstellern zur Kennzeichnung ihrer Produkte im Handel eingesetzt werden. Produktpiraterie ist das verbotene Nachahmen und Vervielfältigen von Waren, für die die rechtmäßigen Hersteller Erfindungs-, Design- und Verfahrensrechte besitzen. Verletzte Rechtsnormen sind daher in der Regel das Markengesetz, Urheberrechtsgesetz, Geschmacksmustergesetz, Patentgesetz, Gebrauchsmustergesetz, Sortenschutzgesetz und das Halbleiterschutzgesetz. Weiterhin sind § 263 StGB (Betrug) und § 370 AO (Steuerhinterziehung) in Betracht zu ziehen. Auf seinen Internetseiten bietet APM dazu ausführliche Informationen samt Gesetzesauszügen.
Der Aufklärungsbedarf über das Thema „Produkt- und Markenpiraterie" ist folglich bei Unternehmen, Verbrauchern und staatlichen Stellen bzw. Behörden sehr groß. APM betreibt eine offensive Öffentlichkeitsarbeit ohne einseitig die Interessen bestimmter Industriezweige zu vertreten. Der Öffentlichkeitsarbeit dienen auch praxisnahe Veranstaltungen, beispielsweise Seminare zu verschiedensten Themen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie.
Zu diesem Thema ist in den Elektronikpraxis News ein entsprechender Artikel zu finden.
Weitere Hinweise und Informationen
des APM e.V.
- Studie des DIHK und des APM zur Produkt- und Markenpiraterie in China
- China Know How - 10 Fragen zum Schutz des geistigen Eigentumes
- Web-Adressenübersicht von Ämter, Behörden, Verbänden
- Handlungsentwurf für G8-Staaten von Heiligendamm vom 18.04.2007
- OECD-Studie von 2007
- APM - Aktionskreis Deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie
Aufgrund der wachsenden Bedeutung dieses Themas hat die FED-Geschäftsstelle in das Programm der 15. FED-Konferenz (13.-15.9.2007, Bremen) einen entsprechenden Vortrag in das Plenum aufgenommen. Er liefert den Unternehmen weitere Orientierung.
Die Vortragsfolien sind im Tagungsband, bzw.auf einer CD-ROM enthalten.
Passend zu diesem Thema ist auch ein weiterer Artikel der Elektronikpraxis News über die Zuverlässigkeit von Produkten aus Fernost
Ein weiterer Artikel der Elektronikpraxis News vom Januar 2008 gibt Informationen über das Vorgehen gegen Produktpiraterie
Zum Schutz gegen Produktpiraterie auf Messen hat der ZVEI ein Flyer mit Tipps herausgegeben.
In den Elektronikpraxisnews wird auf einen Artikel über neue Lizenzierungsmodelle hingewiesen, die unter anderem für eine effektivere Bekämpfung der Marken- und Produktpiraterie sorgen soll.
Wie in den Elektronikpraxisnews berichtet, ist nach Aussage vom VDMA besonders Deutschland ein beliebtes Ziel für Fälschungen.
Geschädigte Unternehmen fordern immer mehr eine harte Bestrafung der Produktpiraterie, denn mit den Fälschungen lassen sich enorme Gewinne erzielen. Strafen werden hin bis zu einer Gefängnisstrafe eingefordert. Auch Touristen, die solche Plagiate erwerben, sollen neben dem Einzug dieser ein Bußgeld bezahlen. In einem Artikel der Elektronikpraxisnews vom März 2009 wird darüber berichtet.
Im aktuellen VDE-Trendreport wird, wie in dem Newsletter der Elektronikpraxis ausgeführt, berichtet, dass die Produktpiraterie für viele Unternehmen der Elektrobranche eine existenzielle Bedrohung darstellt.
In einer aktuellen Studie wird aufgezeigt, welche Gründe der Verbraucher zum Kauf von gefälschter Ware angibt. Gerade in der derzeitigen Wirtschaftskrise nimmt die Produktpiraterie zu und wird vom Verbraucher durch die Preisgestaltung gefördert. Der Markt für Elektronikprodukte ist dabei besonders betroffen.
In einem Resümee über die DAW-Konferenz (Deutsch-Asiatischer Wirtschaftskreis) wird berichtet, dass rund drei Viertel der deutschen Unternehmen über keinerlei Schutzmaßnahmen gegenüber Produktpiratirei verfügen und den Spionagemethoden hilflos gegenüber stehen. Der Artikel ist in den Elektronikpraxis News vom September 2009 nachzulesen.
Gefälschte Computerware und elektonische Ausrüstungen konnten in den vergangenen Jahren in Millionenhöhe vom Zoll beschlagnahmt werden. Sicherheitstechnologien und spezielle Kopierschutzmaßnahmen können bei der Abwehr gegen Kopierschutz wesentliche Hilfe leisten, denn Original und Fälschung sind in vielen Fällen nicht zu unterscheiden. Zu diesem Thema ein interessanter Artikel der Elekronikpraxis News.
Für t-online.de/business hat die Financial Time Deutschland am 18.10.2010 einen Artikel zur Verfügung gestellt, der das Thema Produktpiraterie ebenfalls aufgreift. Rund 2,5 Millionen Schaden wird durch Wirtschaftsspionage angerichtet und die mittelständische Industrie ist davon zu 18% betroffen. Schwachstellen sind in vielen Fällen die menschlichen Schwächen, die skrupellos ausgenutzt werden (Quelle: Financial Time Deutschland).
